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Geschichte zum Anfassen

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, bietet der Bevölkerung die Gelegenheit auch weniger bekannte, meistens nicht zugängliche Baudenkmäler kennenzulernen. Das Motto widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ und nimmt damit Bezug auf Veränderungen und Wandel im Allgemeinen. Unterschiedliche Epochen, aber auch stetige und notwendige Nutzungsänderungen sowie bauliche Veränderungen historischer Gebäude zeugen von diesen Entwicklungen. An einer Vielzahl an Baudenkmälern in unserem Landkreis sind diese Spuren des Wandels ablesbar. Diese zu erkunden und immer wieder neu zu entdecken können Anreize sein, um vielleicht auch weniger bekannte Denkmäler näher kennenzulernen. Mit dem „Tag des offenen Denkmals“ bietet sich dazu eine hervorragende Gelegenheit.  


Landrat Wilhelm Schneider: „Ich danke allen, die sich aktiv für den Erhalt und die Pflege unseres kulturellen Erbes einsetzen und auch in diesem Jahr erfolgreich dazu beitragen, eine breite Öffentlichkeit für den Denkmalschutz zu sensibilisieren.“ 

 

Im Landkreis Haßberge sind am Sonntag, 8. September, folgende Denkmäler geöffnet:


Ruine Wallburg Eltmann:

Auf einem Bergsporn über dem Main bei Eltmann gelegener Bergfried der ehemaligen Wallburg ob Eltmann. Rest einer ehemaligen Ministerialenburg der Würzburger Fürstbischöfe. Erbaut wurde der Turm Mitte bis Ende des 12. Jahrhunderts aus heimischen Sandstein. Öffnungszeiten: 13 bis 18.00 Uhr (sonst saisonal geöffnet), Vorstellung der neuesten Erkenntnisse über die Burg, Ausstellung der neueren Funde. Führungen mit Rainer Reitz und Willi Lediger: nach Bedarf durch den Verein für Heimatgeschichte. Kontakt: Verein für Heimatgeschichte Eltmann e.V., Willi Lediger, Telefon 09522/1000, E-Mail:ledigerwilli@googlemail.com. 


Schloss Oberschwappach:

Die 1733-40 errichtete Dreiflügelanlage war Sommersitz der Äbte des Zisterzienserklosters Ebrach. Besonders zu erwähnen sind die Stuckdecken und die barocke Gartenanlage. Heute ist hier ein Museum mit einer archäologischen und
einer kunstgeschichtlichen Sammlung untergebracht, Schwerpunkt: Barockzeit in Franken und wechselnde Ausstellungen mit moderner Kunst, hauptsächlich aus der Region. Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr (sonst saisonal geöffnet), Führungen nach Bedarf durch Mitglieder des Kulturvereins Museum Schloss Oberschwappach. 

 

Ehemaliger Bezirksfriedhof der jüdischen Kultusgemeinden in Kleinsteinach: 
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts angelegt. Mit einer Größe von 12.240 Quadratmetern der wohl zweitgrößte in Unterfranken. Der älteste noch lesbare Grabstein stammt von 1603. Heute sind noch über 1.107 Grabsteine sichtbar. Letztes Grab von März 1942. Als Besonderheit gelten das gut erhaltene Tahara-Haus aus dem 18. Jahrhundert und das restaurierte Kriegerdenkmal von 1914 bis 1918. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr (sonst unregelmäßig geöffnet, siehe Homepage: www.museum-kleinsteinach). Männliche Personen werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Führungen nach Bedarf. Kontakt: Uta Albert, Arbeitskreis Landjudentum Kleinsteinach, Telefon 09526/1503 oder Bernd Brünner, Leiter Arbeitskreis Landjudentum Kleinsteinach, Telefon 09526/774, bruennerb.kls@t-online.de.

 

Stadtmauer und –türme Ebern:

Die mittelalterliche Stadtbefestigung Eberns hatte einst acht Türme. Zusammen mit dem Kirchturm der Stadtpfarrkirche als Königskegel in der Mitte ergab das Ensemble ein Kegelspiel mit neun Kegeln. Leider wurden im 19. Jahrhundert drei der neun Türme abgebrochen. Es stehen noch die vier Ecktürme im Mauerring und der Grauturm als Torturm. 14 Uhr Führung durch Kreisheimatpfleger Günter Lipp, Thema „Von Kegel zu Kegel“. Anmeldungen erforderlich bei der Tourist-Information Ebern unter Telefon 09531/62914 oder touristinfo@ebern.de. Kontakt: Helen Zwinkmann, Tourist-Information Ebern, Telefon 09531/62914, E-Mail: touristinfo@ebern.de.

  

Schloss Gereuth:  

Barockanlage 1705-10 von Fürstbischof von Würzburg Johann Philipp von Greiffenclau erbaut, als Wasserschloss konzipierter Adelssitz, seit 2000 aufwendige Renovierung. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet). Führungen stündlich durch den Verein Freunde Schloss Gereuth e.V. , Kontakt: Rupert Fechner, Telefon 09533/98240, E-Mail: service@schloss-gereuth.de.


Burgruine Altenstein:

erste Erwähnung 1225. Die Burgruine Altenstein liegt am südöstlichen Rande des Dorfes Altenstein auf dem höchsten Punkt des Altensteiner Berges. Zerstörung im Bauernkrieg 1525, Wiederaufbau 1567. Im 30-jährigen Krieg, um 1632, brannte sie teilweise ab. Seit 1703 verfällt die Burg zunehmend. Sie wurde aber dennoch bis 1790 bewohnt. Die Burg Altenstein war der Stammsitz der Stein von Altenstein. Es handelt sich um eine Ganerbenburg, die zeitweise als Wohnsitz für sieben Familien diente. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Führungen: 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu jeder vollen Stunde durch Mitglieder des Burg- und Heimatverein e.V. und des Zweckverband Deutscher Burgenwinkel.

 

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