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Strengere Regeln zur Aufbewahrung von Waffen; Amnestieregelung für Besitzer illegaler Waffen

Mit Wirkung vom 6. Juli 2017 hat sich das Waffengesetz geändert; seit dem gelten strengere Aufbewahrungsvorschriften. Darauf weist das Landratsamt Haßberge hin.

 

Erlaubnispflichtige Waffen und Munition sind künftig mindestens in speziellen Sicherheitsbehältnissen, die der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad „0" oder höher genügen, aufzubewahren. Diese Behältnisse bieten einen deutlich höheren Aufbruchschutz. Um insbesondere Jäger und Sportschützen vor übermäßigen finanziellen Belastungen zu schützen, sind weitgehende und faire Bestandsschutzregelungen geschaffen worden. Wer seine Waffen vor dem 6. Juli 2017 in einem bislang zulässigen Schließbehältnis ordentlich aufbewahrt hat, für den ändert sich nichts. Die neuen, strengeren Anforderungen gelten nur für Neubesitzer und Erben von Waffen sowie für die Neuanschaffung von Schränken zur Kapazitätserweiterung.

 

Mit der Gesetzesänderung trat auch eine zeitlich befristete Amnestieregelung für unberechtigte Waffenbesitzer in Kraft. Wer unerlaubt eine Waffe oder Munition besitzt, kann diese bis zum 1. Juli 2018 bei der Waffenbehörde des Landratsamtes Haßberge oder der Polizei abgeben, ohne wegen des illegalen Erwerbs, Besitzes oder Führens auf dem direkten Weg zur Übergabe an die Behörden eine Strafe fürchten zu müssen. Die abgegebenen Gegenstände dürfen nicht mehr in Umlauf gebracht werden und werden daher von den Behörden vernichtet. Die Polizeiinspektionen im Landkreis Haßberge in Haßfurt (Telefon 09521/9270) und Ebern (Telefon 09531/9240) holen nach telefonischer Absprache solche Waffen und Munition auch ab, für den Fall, das Jemand wegen des Transportes zu den Behörden Bedenken hat. Ist geplant, die Waffen und Munition beim Landratsamt Haßberge abzugeben, so kann dies nur nach vorheriger Terminabsprache während der Öffnungszeiten erfolgen.

 

In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt Haßberge darauf hin, dass auch weiterhin verstärkt mit Aufbewahrungskontrollen bei Waffenbesitzern im Zuständigkeitsbereich zu rechnen ist. Aufgrund der Erfahrungen vergangener Kontrollen wird darauf hingewiesen, dass Verstöße gegen die Aufbewahrungsvorschriften den Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnisse, die Einziehung des Jagdscheins sowie eine Strafanzeige oder einen Bußgeldbescheid zur Folge haben können. Sollten allerdings in diesem Zusammenhang auch Waffen und Munition gefunden werden, die an sich der Amnestie unterliegen können, greift in diesen Fällen diese Amnestieregelung nicht mehr. Der Besitzer solcher unerlaubter Waffen und Munition muss dann mit der Einleitung eines Strafverfahrens rechnen.

 

Bei weiteren Fragen zur Waffenaufbewahrung und zur Amnestieregelung können sich Bürger an Edith Leisentritt (Telefon 09521/27-187) von der Waffenbehörde des Landratsamtes Haßberge wenden.

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